Köln, 31. August 2007 - "Der E-Commerce erfordert Bezahlsysteme, die für Händler ein hohes Maß an Zahlungssicherheit bedeuten." So lautete eine der Kernaussagen des aktuell von Pago eTransaction Services ausgerichteten Executive Briefings an der renommierten European E-Commerce Academy rund um das Kauf- und Zahlverhalten von Online-Shoppern sowie die Sicherheit im Zahlungsverkehr.
Die Fachtagung, an der über 80 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und
Forschung teilnahmen, fand auf Einladung des Forschungsinstituts für Telekommunikation (FTK), Dortmund, Projektträger der European E-Commerce Academy, in Oberhausen statt. Dabei präsentierten Experten von Deutsche Bank Research, Pago, CompuTop Wirtschaftsinformatik sowie Pixum ihre Analysen und Erfahrungen zu den Spezifika des E-Commerce. Insgesamt zog der Veranstalter ein positives Fazit: "Das große Interesse und das großartige Feedback haben uns bestärkt, solche Fachtagungen in Zukunft zu wiederholen", sagt Tobias F.
Hauptvogel von Pago eTransaction Services.
Dr. Stephan Heng, Senior Economist Deutsche Bank Research, zog aus seinem Vortrag zum E-Payment-Markt in Europa das Fazit, dass etablierte Zahlarten nach wie vor dominierten und attestiert neuen Zahlarten ein eher beschränktes Potenzial". Zwar macht er allein in Deutschland heute bereits an die 40 innovative Zahlungssysteme aus, die jedoch im Vergleich mit den traditionellen Zahlarten wie Vorkasse, Rechnung, Nachnahme, Elektronische Lastschrift und Kreditkarte nur eine untergeordnete Rolle spielten. Insgesamt sieht er für den Online-Handel ein großes Wachstumspotenzial, denn nach seiner Einschätzung werde der Umsatz im
Business-to-Consumer-Geschäft in Westeuropa bis 2010 jährlich um 27 Prozent steigen.
Tobias F. Hauptvogel, Principal Marketing & Corporate Communications Pago eTransaction Services, stellte die Ergebnisse des renommierten Pago-Reports 2007 vor, der als einzige Untersuchung auf Basis von 30 Millionen realen Transaktionen "Trends im Kauf- und Zahlverhalten in den relevanten E-Commerce-Branchen im Jahr 2006" aufzeigt. Im europäischen E-Commerce belegen Konsumenten aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich nach wie vor die ersten Plätze,
während rumänische und türkische Konsumenten als die "Aufsteiger des Jahres" beim Kaufverhalten gelten. Die Kreditkarte ist weiterhin das wichtigste Zahlungsmittel im internationalen E-Commerce. Nationale Zahlverfahren sind aber nicht zu vernachlässigen. In Deutschland setzen beispielsweise 65 Prozent der Online-Shopper auf das Elektronische Lastschriftverfahren. Erfreulich ist die geringe Chargeback-Quote von europaweit 0,33 Prozent, die belegt, dass der Einsatz geeigneter Betrugsabwehr- und Riskikominimierungssysteme den E-Commerce immer erfolgreicher absichert.
Mit der Sicherheit im internationalen Zahlungsverkehr befasste sich auch Ralf Gladis, Geschäftsführer der CompuTop Wirtschaftsinformatik. Er plädiert in seinem Vortrag nachhaltig für den Einsatz sicherer Zahlmethoden im E-Commerce wie MasterCard, Visa oder giropay, um Betrug zu erkennen und zu vermeiden. Seiner Erfahrung nach kommen 75 Prozent der Betrugsversuche aus dem Ausland, denen nur mit Hilfe geeigneter Betrugsabwehrmechanismen beizukommen sei.
Zum Abschluss präsentierte sich der Online-Fotodienstleister Pixum, der die internationale Dominanz der Kreditkarte im E-Commerce aus eigener Erfahrung bestätigte. In Deutschland jedoch sei nach wie vor die Elektronische Lastschrift unverzichtbar. Auch für nationale Auftritte in anderen Ländern empfiehlt Pixum allen Online-Händlern, jeweils spezifische Zahlarten anzubieten, um erfolgreich zu sein.
Die European E-Commerce Academy ist ein führendes E-Business-Netzwerk in NRW und wird vom FTK getragen. Das FTK ist unter anderem Herausgeber des Electronic Commerce Info Net (ECIN), der renommierten Know-how-Plattform für E-Business. Die Academy verfolgt im Kern zwei Zielsetzungen: den internationalen Austausch von strategischem E-Business-Wissen für Entscheider und das Networking innerhalb der NRW-Internetwirtschaft. Die Arbeit der European E-Commerce Academy konzentriert sich auf den internationalen Know-how-Transfer von strategischem E-Business-Wissen für Entscheider. Realisiert wird der Know-how-Transfer über unterschiedliche Veranstaltungsformate. Sechs Mal pro Jahr finden "Executive Briefings" statt. Diese richten sich an Bereichs- und Projektleiter nordrhein-westfälischer Konzerne sowie die Geschäftsführungsebene mittelständischer Unternehmen. Der einmal im Jahr stattfindende e|NRW Internet Summit, das E-Business-Gipfeltreffen, adressiert die Vorstände und Geschäftsführer der 150 Top-Unternehmen. Kofinanziert wird die European E-Commerce-Academy mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union.